#3 Lerne dich zu lieben ohne Diäten und Beauty Doc!

#3 Hey meine Lieben! Bevor ich mit Lektion 3 beginne, möchte ich an dieser Stelle eine Warnung aussprechen: Es kann sein, dass dieser Text bei einigen anecken wird. Doch trotz allem möchte ich euch auch mit dieser Lektion nicht verschonen, denn auch sie gehört zum Prozess. Also holt euch etwas zu knabbern oder zu trinken, denn dies wird nicht leicht zu verdauen sein. Übrigens freut es mich sehr, wie gut meine Lehren bei euch ankommen und wie bereit ihr seid, all das was ich euch lehre, anzunehmen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es schon lange normal und schön ist eine ''Diät'' zu machen. Unzählige Bücher, Reportagen und heutzutage sogar Instagram Accounts befassen sich mit dem Thema sein ''Traumgewicht'' zu finden. Oder einen Arsch zu trainieren, wie Kim Kardashian ihn hat. Auch ich war lange in diesem Kreislauf gefangen und habe eine Diät nach der anderen gemacht, manche davon endeten im Krankenhaus. Doch immer hatten sie das selbe Ergebnis: Ich bekam Komplimente von außen. Egal wie krank und mager ich wurde, fanden es die Leute immer hübscher. ,, Hast du abgenommen?'' ,,Du siehst klasse aus'' Ich merkte es nicht, doch ich machte mein Selbstwertgefühl tatsächlich davon abhängig was diese Leute und die Medien mir einprägten. Als Kind habe ich mir nie darüber Gedanken gemacht, wie ich aussah. Wieso tat ich es jetzt so extrem? Diese Gedanken über mein Aussehen nahmen 80% meiner Zeit ein, als würde ich aus nichts anderes bestehen als aus Körper und Gesicht. 

Doch was macht all das mit unserer Psyche? Eine Diät lässt uns vielleicht ein paar, vielleicht 5 oder sogar 20 Kilo verlieren. Doch mit dem Gewicht verlieren wir so viel Persönlichkeit und Charakter, was kein verlorener Kilo der Welt wettmachen kann. Plötzlich dreht sich alles nur noch um's Essen und man fühlt sich schlecht wenn man in ein Muffin beißt, als würde man gerade ne' Line Koks ziehen oder alte Omis schubsen. Slow fucking down, es ist nur ein Muffin! Man starrt bei McDonalds auf das junge Mädchen, welches sich riesige Burger bestellt und fragt sich ,, Warum ist sie so dünn, obwohl sie so viel isst?'' oder man schaut sich einen Herren an der sich gerade Pommes bestellt und denkt sich ,, Wow, der muss dringend abnehmen.'' Und diese Gedanken alleine machen aus uns Arschlöcher. Natürlich ungewollt, aber unser Hirn ist so mit dem ganzen Thema infiziert, dass wir nur noch Körper sehen und keine Menschen mit Herz und Seele. Das ist Bullshit.

Doch wenn ein Thema noch viel gruseliger ist, dann ist es der aktuelle Plastic-Trend. Ich laufe durch die Stadt und jeder hat einen Mund, der vor lauter Hyaloron nicht mehr richtig schließt. Ein wenig wie die Sexpuppe Pamela, die einem zum Junggesellenenabschied geschenkt wird. Und Nasen, die mit Lineal gemeißelt wurden. Abgesehen davon dass es wirklich hässlich ist und enorm viel der natürlichen Schönheit verloren geht, kann mir keiner sagen dass sowas gesund für die Psyche ist. Und das schlimmste daran ist, dass es mittlerweile so normal ist wie zum Frisör zu gehen. Wieso lernen wir nicht, unsere Fehler zu lieben statt sie uns aufzuspritzen oder wegzuschneiden? Und das schlimmste an all dem ist, dass junge Frauen trotzdem nicht zufrieden mit sich sind. Wenn es nicht die Nase mehr ist, dann sind es plötzlich die zu kleinen Brüste. Kann man ja alles machen, sogar in Raten mittlerweile abzahlen. 

Ich habe eine knubbelige Babynase, ein wenig Zellulite und meine Lippen sind von der Seite nicht besonders prall. Demnach bin ich keine klassische Schönheit, aber ich liebe mein Gesicht abgöttisch. Ich schaue sowohl morgens ganz verschlafen als auch Abends mit glänzender Stirn super gern in den Spiegel. Sowohl geschminkt als auch ungeschminkt. Ich würde nichts an mir ändern wollen, nicht weil ich perfekt bin, sondern weil ich für mich selbst perfekt bin. Und wenn ich doch mal einen Bad Hair Day habe, kaufe ich mir zum Trost einen teuren Lippenstift oder beiße in einen Muffin. Oder ich mache einen langen Spatziergang am See, das reinigt immer meine Seele. Aber ich würde mich nicht verändern wollen.

Wieso schauen wir überhaupt so sehr auf das Äußere? Wie können wir so süchtig nach unserem Anlitz sein, dass wir hunderte von Euros für Nervengift etc lassen? Wieso nehmen wir nicht das Geld und investieren sie in unsere Zukunft, Bildung oder in die Menschen, die wir lieben? In tolle Reisen oder gemütliche Möbelstücke? Wieso wollen wir abnehmen, wenn wir gesund sind? Und meine Lektion heute soll für euch sein: Wir müssen nicht perfekt sein. Wir müssen nur uns selbst und unser Leben lieben lernen, und glaubt mir: Sobald wir uns aktzeptiert haben wie wir sind, haben wir viel mehr Zeit und Energie und Geld welches wir woanders investieren können. Versprochen!

1 Kommentar:

  1. Das ist ein sehr gutes Thema! Ich finde es schlimm wie sich der Diätenwahn entwickelt. Es ist normal, dass man etwas Speck hat.

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