#4 Schließe mit Deiner Vergangenheit ab

#4 Hey meine Lieben! Heute geht es mit meinen Lektionen weiter und heute wird es sehr befreiend. Wir lernen nämlich gemeinsam, mit allem abzuschließen, was uns aus der Vergangenheit noch gefangen hält. Jeder von uns hat Dinge durchgemacht, über die wir am liebsten überhaupt nicht nachdenken mögen, die uns in einer ruhigen Stunde jedoch immer wieder heimsuchen. Auch ich habe in der Vergangenheit Traumas erlitten, und lasst euch gesagt sein: Nicht zu knapp. Bereits in meiner Jugend musste ich lernen Dinge zu verarbeiten, die ich allerdings alle runtergeschluckt habe und mit Süchten kompensiert habe. Hauptsache nichts fühlen, an nichts erinnern. Es tat zu sehr weh. Leider sind diese Dinge nicht einfach zu verarbeiten, besonders wenn man sie Jahre verdrängt hat. Ob es nun psychische oder physische Gewalt war, ein Verlust oder gar ein Fehler den ihr gemacht habt - egal wie schwerwiegend - ich verspreche euch: Ihr könnt lernen, damit abschließen. Ein wundervolles Leben haben, trotz einigen Verletzungen. Ich bin der beste Beweis dafür, denn ich habe mit allem komplett abgeschlossen. All das liegt nun hinter mir.

Der Weg der seelischen Reinigung ist schwer, auch wenn wir uns oft wünschen wieder die sorglose Seele eines Kindes zu haben. Das können wir! Aber der Weg ist steinig. Zu allerst müssen wir lernen, uns einzugestehen, dass wir verletzt worden sind oder uns selbst verletzt haben. Wir müssen lernen zu  sagen: Ja, ich war in dieser Situation ein Opfer. (völlig egal ob man ein Opfer einer Sucht oder der Gewalt eines Menschen war). Ja, ich habe Dinge erlebt, die nicht schön waren. Fehler gemacht, die ich heute bereue. Der zweite Schritt ist sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Ein guter Punkt kann sein ein Brief an die Person zu schreiben, die euch verletzt hat. Wenn dies zu sehr weh tut, oder die Person gefährlich ist, schreibt einen Brief an euch selbst. Schreibt, wie ihr in der Situaton und auch in all den Jahren und Monaten danach empfunden habt. Wenn ihr könnt, erzählt es einem Menschen der euch nahe steht - lasst kein Detail aus um die Situation zu entschärfen oder euch in ein besseres Licht zu rücken. Der richtige Mensch wird euch zuhören und euch nicht verurteilen. Aber wichtig ist, es alles rauszulassen. Sprecht, schreibt, schreit! Ihr könnt euch selbst erst oder einem anderen Menschen erst vergeben, wenn ihr die Wut herausgelassen habt. Sie darf nicht in euch leben, sie wird euch krank machen. 

Der nächste Schritt ist das abschließen. Wenn ihr alles herausgelassen habt, beendet dieses Kapitel in eurem Leben denn es heißt nicht umsonst Vergangenheit. Es liegt weit hinter uns und in diese Richtung gehen wir nicht. Egal was euch angetan wurde, lernt zu vergeben. In erster Linie auch euch selbst, denn ihr würdet heute sicherlich anders handeln. Die Fehler, die wir damals gemacht haben, sagen rein garnichts über den Menschen aus, der wir heute sind. Wir sind nicht der Mensch, der wir gestern waren - nicht einmal der Mensch, der wir vor einer Minute waren. All das ist Illusion und wahr ist nur dieser Moment jetzt gerade. Ich möchte euch ein Beispiel aus dem Leben einer Freundin nennen, die als junges Mädchen ihrem Hamster ein Ohr abschnitt. Ihre Eltern trennten sich und sie wusste nicht, wohin mit ihrer Wut auf das Leben. Heute lebt sie vegan und hat einen Hund, für den sie alles tun würde. Ja, sie hat damals etwas schlimmes getan und es fällt so leicht, sie dafür zu verurteilen, oder? Genau wie wir unseren Dämonen und Peiniger verurteilen. Ja, sogar uns selbst vielleicht. Für etwas, das vor langer Zeit passiert ist und rein garnichts mehr mit Heute zutun hat. 

Wir können nur ein selbstbestimmtes, schönes und glückliches Leben haben, wenn wir uns von den Ketten unserer Vergangenheit lösen. Dazu gehören auch Menschen, die uns gern an unsere Fehler von damals erinnern - solche Leute brauchen wir in unserem Leben nicht, so nett sie auch sonst sind. Wir gehen vorwärts und jeder der uns nach hinten zieht, sollte zurückgelassen werden. Wir dürfen uns verändern und aus unserer Opferrolle rauswachsen, das ist sehr wichtig. Wir sollten uns selbst Fehler von damals verzeihen und aus ihnen lernen, aber uns nicht dafür strafen. Wir sind Menschen und leider erlebt jeder von uns früher oder später ein Trauma, doch das bestimmt nicht unsere Person. Unsere Person bestimmt, wie wir damit umgehen.

Kommentare:

  1. Ach Süße, das hast du wirklich schön geschrieben. Du bist eine so tolle Frau, mutig, stark... eine richtige Inspiration! Du kannst stolz auf dich sein, wie du alles in deinem Leben gemeistert hast ❤️

    AntwortenLöschen
  2. Guten Morgen, ja, es ist manchmal schwer, Dinge hinter sich zu lassen, ich bin eher jemand, der sich an etwas festklammert. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana von Magische Farbwelt

    AntwortenLöschen
  3. Ein richtig toller Post! Schön, dass du deinen Weg so toll meisterst :)

    LG von schneegloeckchen21.blogspot.de

    AntwortenLöschen
  4. Ein super motivierender Post! Bitte mehr davon!
    Liebe Grüße
    Sarah

    AntwortenLöschen
  5. Du kannst wirklich stolz auf dich sein, wie du deinen Weg meisterst.
    Danke für deine motivierenden Worte.

    schau gerne auf meinem BLOG vorbei und auf INSTAGRAM

    AntwortenLöschen
  6. Sehr toller Post! Ich finde es toll, wie du deinen Weg meisterst ❤️

    AntwortenLöschen